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Festmachen mit System

Komplexe Vorschriften?
Nicht mit uns.

Sicheres Festmachen erfordert mehr als hochwertige Seile. Eine wachsende Zahl internationaler Vorschriften und Richtlinien definiert, wie Festmachersysteme ausgelegt, dokumentiert, betrieben und instandgehalten werden müssen. Anforderungen aus SOLAS, OCIMF MEG4, ISO-Normen und weiteren Branchenstandards bilden einen komplexen regulatorischen Rahmen, dessen Umsetzung für Werften, Reedereien und Betreiber schnell zeit- und ressourcenintensiv werden kann.

Gleistein kennt dieses Umfeld bis ins Detail. Wir verfolgen die Weiterentwicklung relevanter Regelwerke, verstehen deren Zusammenhänge und wissen, welche Anforderungen sich daraus für unterschiedliche Schiffstypen und Anwendungen ergeben. Unsere Produkte, Empfehlungen und Dokumentationen berücksichtigen diese Vorgaben von Anfang an, sodass Compliance ein integraler Bestandteil jedes Festmachkonzepts ist – und keine nachträgliche Pflichtübung.

Vor allem aber müssen Sie sich nicht selbst durch alle Details arbeiten. Wir übersetzen regulatorische Anforderungen in verständliche Handlungsoptionen und unterstützen Sie dabei, ein Festmachersystem auszuwählen, das sowohl technisch überzeugt als auch den geltenden Vorgaben entspricht. Von der Wahl geeigneter Seilkonstruktionen und Systemkonfigurationen bis hin zu Zertifikaten und Nachweisdokumentationen begleiten wir Sie durch den gesamten Prozess.

Kurz gesagt: Wir kennen uns mit Seilen aus – und mit den Regeln. Damit Sie sich auf einen sicheren und effizienten Schiffsbetrieb konzentrieren können.


Unser Ansatz …

... um immer besser zu werden

Festmachen ist keine einmalige Entscheidung. Jede installierte Leine durchläuft einen Lebenszyklus – von der Entwicklung und Auswahl über den täglichen Einsatz an Bord bis hin zu den Erkenntnissen, die in zukünftige Lösungen einfließen.

Bei Gleistein verstehen wir diesen Lebenszyklus als einen kontinuierlichen Prozess ohne festen Anfang oder Endpunkt. Er wird durch einen geschlossenen Kreis mit vier miteinander verknüpften Phasen dargestellt: Design, Select, Operate, Learn. Jede Phase baut auf den anderen auf und bietet Möglichkeiten, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit über die gesamte Nutzungsdauer aller Komponenten eines Festmachersystems hinweg zu verbessern.

Dieses Manual folgt genau dieser Struktur. Es begleitet Sie Schritt für Schritt – von den technischen Grundlagen unserer Seilkonstruktionen über die Auswahl des passenden Systems für Ihr Schiff bis hin zum sicheren Betrieb Ihrer Festmacher und der systematischen Auswertung ihrer Leistung im Einsatz. So wird Lifecycle Management zu einem praktischen Instrument, um Sicherheit und Effizienz im täglichen Festmacherbetrieb nachhaltig zu steigern.

Perfekte
Lösungen

Entwicklung führender Festmacherlösungen

Mehr

 

Kompetente
Beratung

Beratung für ihre perfekte Konfiguration

Mehr

 

Best
practice

Fachgerechte Handhabung für Sicherheit und Langlebigkeit

Mehr

 

Ständige
Verbesserung

Wir lernen kontinuierlich aus Ihrem Feedback 

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Mooring Rope Manual

Achtung!

  • Festmacher aus Drahtseil oder Hochmodul-Fasern dürfen niemals ohne Vorläufer / Recker eingesetzt werden.
  • Von Mixed-Mooring-Konfigurationen wird grundsätzlich abgeraten. Die Kombination unterschiedlicher Leinentypen kann aufgrund stark abweichender Dehnungs- und Elastizitätseigenschaften erhebliche Sicherheitsrisiken verursachen.
  • Beschädigte Seile dürfen nicht eingelagert werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sie versehentlich erneut verwendet werden und zu schweren Verletzungen führen.
  • Liegt das D/d-Verhältnis unter dem empfohlenen Wert, sind zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Besondere Aufmerksamkeit ist dabei den Kontaktpunkten und Beschlägen zu widmen.
  • Geflochtene Seile niemals aus einer liegenden Wicklung heraus abziehen.
  • Geflochtene Seile niemals von innen abwickeln.

Gleistein Empfehlungen

  • SWL-Seile: 50 % der LDBFSD
  • Für eine lange Lebensdauer sollte der Betriebsbereich von Festmacherleinen 20–25 % der MBLSD nicht überschreiten.
  • Wählen Sie das D/d-Verhältnis möglichst groß.
  • Ist dies nicht möglich, unterstützen wir Sie gerne bei der Auswahl der am besten geeigneten Seilkonstruktion.
  • Führen Sie vor und nach jedem Einsatz eine Sichtprüfung durch sowie eine routinemäßige Inspektion mindestens einmal pro Monat gemäß SOLAS.
  • Nach MEG4 ist nach 250 Einsatzstunden oder spätestens nach sechs Monaten eine dokumentierte Inspektion durch eine qualifizierte Person erforderlich – je nachdem, was zuerst eintritt.
  • Ersetzen Sie Seile, sobald die Restbruchkraft 75 % der ursprünglichen Bruchkraft unterschreitet oder eine Nutzungsdauer von 10 Jahren ab Herstellungsdatum erreicht ist – je nachdem, was zuerst eintritt.
  • Ersetzen Sie Seile spätestens nach 10 Jahren Lagerung oder Einsatzzeit.
  • Halten Sie einen Bereich von 100–105 % der MBLSD ein.
  • Stellen Sie sicher, dass neue Seile mit den vorhandenen Beschlägen und Anschlagpunkten kompatibel sind.
  • Beachten Sie, dass sich die Lebensdauer verkürzt, wenn Seile über zu kleine oder ungeeignet dimensionierte Beschläge geführt werden.
  • Dokumentieren Sie auch das Austauschen und Rotieren der Seile.
  • Tauschen Sie die Enden der Seile (End-zu-End-Drehung) mindestens alle 6 Monate.
  • Wechseln Sie die Positionen der Seile mindestens alle 12 Monate.

Zu beachten

Inspektionen nach besonderen Ereignissen
Tritt einer der folgenden Fälle ein, muss die Festmacherleine unverzüglich durch eine qualifizierte Person überprüft werden:

  • Verdacht auf eine außergewöhnlich hohe Stoßbelastung
  • Deutlich hörbare Knall- oder Knackgeräusche aus dem Seil
  • Kontakt mit Chemikalien
  • Unerwartet starke Verdrehung des Seils
  • Äußere mechanische Beschädigungen

Trommelwinden (Split Drum Winches)

  • Erforderliche Anzahl von Windungen auf dem Arbeitsabschnitt (Tension Drum) der Winde: mindestens 3
  • Für Seile aus Hochmodul-Fasern: 4–5 Windungen auf dem Arbeitsabschnitt der Winde
  • Auf dem Arbeitsabschnitt ist nur eine Wickellage zulässig

Zu beachten

Wichtig: Mehrere Seillagen auf dem Arbeitsabschnitt können zu erheblichen Beschädigungen führen und die Lebensdauer des Seils deutlich verkürzen.

Im Zweifel auf Nummer sicher gehen: Seile, die erkennbare Anzeichen einer außergewöhnlich hohen Stoßbelastung aufweisen, sind unverzüglich außer Betrieb zu nehmen.

 

Was passiert beim Seilbruch unter Last?

HMPE-Seile

  • Geringe Bruchdehnung
  • Schlagartige Energiefreisetzung beim Bruch


Hochfeste Polyesterseile (HT)

  • Hohe Bruchdehnung
  • Freisetzung großer Mengen kinetischer Energie beim Bruch


Achtung: Beim Bruch eines belasteten Seils wird gespeicherte Energie schlagartig freigesetzt. Dabei treten erhebliche Rückschnellkräfte (Snapback) auf. 
 


Herausforderungen für Festmacher


Der Aufwand für die Auswahl des optimalen Verankerungssystems ist nicht zu unterschätzen - und kein Aspekt sollte vernachlässigt werden. Gleistein hilft Ihnen gerne bei der Auswahl - und kann Betreiber sogar von Anfang an und berät den Betreiber von Anfang an bei der bei der Auswahl des richtigen Festmachersystems und möglicher Alternativen für ihre individuellen Bedürfnisse.


Das richtige Festmachersystem


Exklusiv für Gleistein-Kunden

Unser Mooring Manual gibt einen tiefen Einblick in das professionelle Festmachen.

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