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Einzigartig

Gibt’s nicht? Noch nicht.

… Lösungen für eine Zukunft der optimalen Verbindungen

Leistungsstark, wirtschaftlich und nachhaltig: Für die Anforderungen der Gegenwart finden Sie in unserem riesigen Sortiment bereits viele passende Antworten. Doch die Welt dreht sich weiter und Gleistein ist der perfekte Partner für die Begegnung mit neuen Herausforderungen. Fordern Sie uns: Wir entwickeln Verbindungslösungen für Ihren individuellen Bedarf und setzen damit immer wieder Standards!

L'Arc de Triomphe, Wrapped

Das Vermächtnis des Künstlerpaars Christo und Jeanne Claude, mit Seilen von Gleistein als tragendes Element.

Der größte Mobilkran der Welt

Schwerlastheben so leicht wie noch nie: Gleistein entwickelt Hebeschlingen mit nie gesehener Tragfähigkeit.

SkySails - eine Hybrid-Lösung

Für mehr Nachhaltigkeit in der Berufsschifffahrt und gleichzeitig als flexible Alternative zu Windrädern.

Oasis Of the Seas

Diese schwimmende Kleinstadt ist das größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Gehalten von 24 schlanken Festmachern.

Einmast-Yacht M5

Gleistein ermöglicht durch passgenau entwickeltes Rigging ein weiteres Projekt der Superlative.


Verhüllung Arc de Triomphe

Seile für eines der spannendsten Kunstprojekte unserer Zeit: die Verhüllung des Arc de Triomphe von Christo und Jeanne Claude

Mit ihren plakativen Temporärinstallationen haben sich Christo und Jeanne Claude in der internationalen Kunstszene ihre eigene Marke geschaffen. Oftmals spielten Seile dabei eine tragende Rolle. Das letzte umgesetzte Projekt des Ehepaars ist die bereits seit 1962 geplante Verhüllung des Pariser Arc de Triomphe. Es steht in direkter Linie mit dem Wrapped Reichstag, der 1995 zu einem gefeierten Symbol der jung zurückliegenden deutschen Wiedervereinigung wurde. Schon damals – genauso wie 2013 bei der Errichtung des „Big Air Package“ im Gasometer Oberhausen – war Gleistein der perfekte Partner für die Entwicklung und Fertigung der Seile. So wurde die Zusammenarbeit mit dem federführenden „Büro für Leichtbau“ unter der Führung von Jörg Tritthardt zu einem Wiedersehen unter alten Bekannten. Minutiös wurden gemeinsam alle Längen ermittelt, Seile unter speziellen Vorgaben getestet, Dehnungscharakteristika angepasst und Farben abgestimmt. Es geht um 3000 Meter feuerhemmend ausgerüstetes leuchtend rotes Seil in Endaufmachung mit passenden roten Beschlägen.

Um die 25.000 m2 blauen Stoff am Arc de Triomphe zu fixieren, waren vielfache Vorarbeiten und Berechnungen nötig. Es wurden insgesamt vier Modelle in den Maßstäben 1:10 und 1:3 gebaut, denn bei diesem Projekt ist Präzison bis zur kleinsten Falte gefragt. Der Perfektionist Christo hat sich die Umsetzung des Werks auch nach seinem Tod gewünscht und es ist für Gleistein eine große Ehre und Freude, daran mitzuwirken!

Mehr über das Projekt auf der Seite von Christo und Jeanne Claude


ALE HeavyLift. Hebemittel für den größten Mobilkran der Welt

Willkommen im Land der Riesen: Fast 60 Tonnen Gewichtsersparnis mit einem einzigen Hebegeschirr

Die zwölf Schlingen für den Heavy-Lift-Spezialisten ALE bestehen aus 128 mm starkem DynaOne®-Zwölfergeflecht mit Dyneema® SK78 und sind konzipiert für den Einsatz an einem der größten Krane der Welt. Jede Schlinge hat eine Bruchlast von 4.500 t, die sichere Arbeitslast beträgt 900 t. Verbunden zu einem gemeinsamen Hebegeschirr ermöglichen sie Traglasten in Größenordnungen, die vorher noch nie mit textilen Hebemitteln erreicht wurden.

Präzisionsarbeit war erforderlich, um die Schlingen exakt auf Länge zu verspleißen und zu betakeln. Gleisteins Testlabor mit seiner 300-t-Reißmaschine wurde genutzt, um die mehrfach gelegten Schlingen vorzubelasten, damit sich Umlenkpunkte und Spleiße setzen und Betakelungsarbeiten sorgfältig ausgeführt werden können.

Die einzelnen Schlingen wiegen zwischen 560 kg und 1.030 kg, im gemeinsamen Hebegeschirr ergeben sich rund 8,5 t Gesamtgewicht, ca. 57 t weniger als bei einer konventionellen Lösung aus Stahl. Diese 57 t weniger kommen dem größten Mobilkran der Welt als Nutzlast-Plus am Haken zugute und sind der entscheidende Vorteil, auf den es nachher ankommt. Dadurch wurde es möglich, ganze Decksaufbauten mit einem Einzelgewicht von bis zu 2.300 t für den Umbau eines Containerschiffes zu einer FPSO Förder- und Lagerplattform an Land vorzumontieren und dann als Ganzes aufzusetzen. 

Ein großer Vorteil für die brasilianische Werft, eine große Aufgabe für Gleistein!

 

Wolfram Müller, Leitung Forschung & Entwicklung

„Die Aufgabe war für uns eine spannende Herausforderung. Die geforderten Spezifikationen waren außergewöhnlich und wir mussten verschiedene innovative Fertigungsmethoden kombinieren, um die Aufgabe zu erfüllen und dabei Festigkeit und Zuverlässigkeit sicherzustellen. Mein Team von Seilern und Fachleuten aus allen Produktionsabteilungen und ich sind sehr stolz auf das Ergebnis – das wäre gar nicht denkbar gewesen ohne die einzigartige Kombination aus Erfahrung und qualifizierten Leuten sowie unserem neuen großen Flechter, der die Herstellung von Seilen in dieser Größenordnung überhaupt erst möglich macht.“

Das größte Kreuzfahrtschiff der Welt war nur der Anfang

Das überlegene FLX Mooring System tritt seinen Siegeszug an

Im Dezember 2009 brach die Oasis of the Seas zu ihrer kommerziellen Jungfernfahrt auf. Gemeinsam mit Schwesterschiff Allure of the Seas, das ein Jahr später auf die Reise ging, ist sie mit 360 Metern Länge das größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Die 226.800 Tonnen (BRZ) großen Ozeanriesen tragen jeweils 16 Passagierdecks für 5.400 Gäste. 60.000 kW Antriebsleistung bringen die schwimmenden Städte in Bewegung. Doch nur 24 schlanke, blaue DynaOne® Festmacherleinen mit einer Bruchlast von jeweils 150.000 daN bei einem Durchmesser von gerade einmal 46 mm reichen aus, um die Giganten unter allen Bedingungen auf Position zu halten.

 

Es ist die Geburtsstunde des FLX Mooring Systems, einer Gleistein-Innovation, die in dieser Dimension seine ganzen Vorzüge ausspielen kann. Konventionelle Festmacher werden aus Fasern mit hoher Dehnung hergestellt, um Bewegungen des Schiffs aufnehmen und Stöße dämpfen zu können. Beim FLX Mooring System kommen hochmodulare Fasern mit stahlartigen Festigkeits- und Dehnungseigenschaften bei einem Siebtel des Gewichts zum Einsatz. Nur das kaiseitige Ende wird von einem hoch dehnfähigen Recker gebildet, der die Dämpfung übernimmt. Der Recker ist als leicht austauschbares Verschleißelement ausgebildet, während die lange Hauptleine nur der Kraftübertragung dient und ein Schiffsleben lang halten kann. Deshalb ist das FLX Mooring System nicht nur viel leichter und kompakter als konventionelle Festmacher, sondern über die Zeit auch deutlich wirtschaftlicher. Und nachhaltiger natürlich auch – es hinterlässt nur rund ein Fünftel des Mülls.

Dass der Erfolg inzwischen Kinder bekommen hat, ist also gar nicht erstaunlich: Insbesondere in der Kreuzschifffahrt, in der tägliche Anlegemanöver typisch sind und es besonders aufs Handling ankommt, rüstet Gleistein inzwischen ganze Flotten um.

 


SkySails

Nachhaltiger reisen mit der Kraft des Windes

Zurück in die Zukunft – mit High-Tech-Seilen von Gleistein

Für Segelromantik, gesteigerte Wetterabhängigkeit und personalaufwendige Bedienung gibt es in der modernen Berufsschifffahrt keinen Platz. Deshalb hat SkySails das Thema Segeln ganz neu gedacht: Der Zugdrachen zieht in rund 300 Metern Höhe – dort wo der Wind stärker und gleichmäßiger ist – in der Flugbahn einer sich stetig erneuernden Acht am Himmel. Die dabei gesammelte kinetische Energie wird über das Flugseil zum Schiff geleitet und direkt in Vortrieb umgewandelt: für bis zu 50% Treibstoffersparnis oder einen beträchtlichen Geschwindigkeitszuwachs. Abgesehen von der Startvorrichtung am Bug beansprucht die SkySails-Technologie keinen Platz an Deck und kann praktisch mit jedem Schiffstyp kombiniert werden.

Gleistein ist als Technologiepartner von Anfang an dabei, denn Seile nehmen eine Schlüsselfunktion im SkySails-System ein. Zum Beispiel das speziell entwickelte Flugseil mit innen liegendem Kabel: Es muss die eingefangene Energie dauerhaft und sicher zum Schiff leiten und möglichst leicht sein. Hohe Lasten beim Passieren von Umlenkungsrollen beanspruchen das Seil dynamisch, auch Fragen der Aerodynamik spielen eine Rolle.

Der flugbahngesteuerte Drachen kann aber noch mehr: SkySails hat eine stationäre Variante entwickelt, die Windenergie in elektrischen Strom umwandelt und als Alternative zu Windrädern angeboten wird. Dabei wird das Flugseil ständig zur Energiegewinnung unter Volllast ab- und mit reduziertem Widerstand wieder aufgewickelt.

Wieder neue Anforderungen, wieder eine spannende Aufgabe für Gleistein!


Das Laufende Gut für die größte Einmast-Yacht der Welt M5

(früher Mirabella V)

 

Im Jahr 2004 überschlagen sich bei diesem gigantischen Projekt die Superlative. Der Kiel der Mirabella V wiegt so viel wie 100 PKWs und ihr Mast ist beinahe doppelt so hoch wie die Nelsonsäule in London.

 

Mit einer Länge von circa 76 m und einer Masthöhe von beinahe 90 m stellten die unglaublichen Dimensionen dieser Yacht das Team bei Gleistein vor ganz neue Herausforderungen. Nie zuvor gab es einen einzelnen Mast mit einer derartig großen Segelfläche und entsprechenden Kräften. Der erste Eigentümer, Joseph Vittoria, der frühere CEO der Avis Autovermietung, trieb das gesamte Designteam zum Bau einer Yacht der Superlative, die mittlerweile unter dem Namen M5 bekannt und auch heute noch die größte Einmast-Segelyacht der Welt ist. Das laufende Gut und die dazugehörenden Windensysteme mussten bei starken räumlichen Einschränkungen vorher nie gekannte Kräfte aufnehmen und bewegen können. 

Gleistein lieferte in enger Abstimmung mit dem Windenhersteller schließlich spezielle DynaOne® HS Seile aus Dyneema® SK75, die mit einem eigens dafür entwickelten GeoThane® Coating Bruchlasten von mehr als 120 Tonnen aufweisen. Seildurchmesser von bis zu 34 mm hatte es zuvor bei laufendem Gut noch nie gegeben. Solche Dimensionen sind auch noch heute aufgrund der riesigen Segel – allein die Genoa der M5 hat mehr als 1.833 m² Fläche – eine Seltenheit. 


Auch in 2021 ist die M5 immer noch eine der zehn größten Segelyachten der Welt. Masthöhe und Länge über alles sind immer noch die Benchmarks für einmastige Segelyachten – obwohl in der Zwischenzeit viele derartige Projekte geplant worden waren. Aber keines davon kam bislang zur Umsetzung.